Marlene MortelAb dem kommenden Jahr sollen schwerkranke Patienten die Möglichkeit haben an Cannabis zu kommen, welches von den Krankenkassen bezahlt werden muss. Diese Regelung soll ab dem kommenden Jahr gelten, das hat Marlene Mortler, Drogenbeauftragte der Bundesregierung, in einem Interview in der „Welt“ angekündigt. „Mein Ziel ist, dass in Zukunft mehr Menschen als bisher Cannabis als Medizin bekommen können“, sagte die CSU-Politikerin.

Dieser Vorstoß der Drogenbeauftragten kommt eigentlich viel zu spät aber „besser spät, als nie“! Aktuell dürfen gerade mal 358 Patienten in Deutschland Cannabis als Schmerzmittel legal kaufen, doch müssen diese Patienten die Kosten komplett selbst tragen. Das Cannabis, welches in Apotheken gekauft werden darf, ist aber extrem teuer und der eigene Anbau ist nicht erlaubt und kann zu Problemen mit dem Gesetz führen. Das Gramm soll in Apotheken zwischen 15 – 18 € kosten und ist damit wahrscheinlich teurer, als auf der Straße.

Sollten sich die Schwerkranken doch dafür entscheiden Gras selber anzubauen, kann dies unter Umständen zu polizeilichen Ermittlungsverfahren führen, weil dies in Deutschland strafbar ist. Ein Kölner Gericht hat daher vergangenes Jahr entschieden, dass Schwerkranke die Droge selbst anbauen dürfen.

Eigentlich müsste sich Frau Mortler jetzt mit der gesamten Rechtlage in Hinblick auf Cannabis auseinandersetzen. Warum nutzt man die Chance nicht und legalisiert und kontrolliert den Verkauf der eher harmlosen Droge? Es scheint eine Frage der Zeit zu sein…

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